Freitag, 5. Mai 2017

Das Team wächst!

Das Frühjahr zeigt sich mal wieder von der kalten und nassen Seite. Gerade kommen bei mir wieder die Erinnerungen an letztes Jahr hoch: 
kalter, nasser Frühling + heißer und trockener Sommer = kein Honig im Keller! Hoffentlich nicht! Aber gut, Petrus können wir, Gott sei Dank, noch nicht beeinflussen!
Da die Arbeit an den Völkern dennoch gemacht werden muss, habe ich mir Unterstützung gesucht. Und auch gefunden: 

Ich möchte hier offiziell meine neue Mitarbeiterin vorstellen: Rixe! 

Rixe ist meine 86-jährige Assistentin, die mir vor allem bei Transportproblematiken hilft. Sie ist in bester Verfassung und hat einen unbefristeten Vertrag bei mir unterschrieben. Ich überlege zwar gerade, sie noch mit ein paar kleinen Schönheitsoperationen herauszuputzen - aber im Grunde ist sie die gute, verlässliche Hilfe nach der sich jede Chefin sehnt!

Die Zarge, die vorne aufgeladen ist, wird den ersten Ableger aus diesem Jahr beheimaten. Mit Hilfe von Rixes butterweichem Gang, kann ich den Ableger so auf sanfte Weise an seinen Bestimmungsort im Dorf bringen. So gibt es weniger Stress für Mensch und Tier. So muss das! Einfach wunderbar!

Montag, 1. Mai 2017

Ein Umzug mit Folgen

So, dass Jahr ist nun auch schon wieder 4 Monate alt und ich habe noch nichts berichtet - ich gelobe Besserung! 
Nach einem katastrophalen Winter, in dem ich leider 75% der Völker verloren habe, geht es jetzt wieder aufwärts.
Ich habe einen Kollegen gefunden, der seine Hobbyimkerei ein wenig verkleinern will und bereit war, mir 2 seiner Völker zu überlaßen. Und so fand im kühlen April der Umzug zweier Carnica Völker an meinen ältesten Bienenstand statt. 

Was für ein Abenteuer! Die Mädels kamen in zwei Styroporbeuten, die von den Maßen so leider garnicht zu meinen Zargen passten. Um weiter mit und für die Damen zu arbeiten, will und muss ich aber Material mit meinem Zandermaß einsetzen. Jetzt war guter Rat teuer. Nach einiger Überlegung und viel Recherche habe ich mich entschlossen, die besetzten und bereits bebrüteten Rahmen der Damen in meine konfigurierte Beute zu bringen. Beim ersten Maßnehmen waren die Mädels so übel gelaunt, dass sie mehr oder weniger über meinen Liebsten hergefallen sind. Drei Stiche ins Gesicht und eine dreitägige Pause von der Außenwelt waren das Ergebnis - ich habe immer noch ein schlechtes Gewissen deswegen. 
Trotz allem hat sich mein Liebster in den Keller begeben und hat meine Holzzargen für die kurzen Rahmen der Damen umgebaut. 

Am Tag des Umzugs war ich so nervös, wie zuletzt in einer Uniprüfung! In einer Mamutaktion - die mich zwischenzeitlich nur an den Titel "der Gott des Gemetzels" erinnerte - habe ich zwei Völker à 22 Rahmen in die neuen Beuten eingebracht. Was für eine Aktion - NIE wieder!!! 

Seitdem habe ich die Mädels mehrmals durchgesehen - immerhin ist jetzt Schwarmzeit - und ich muss sagen; sie sind allesamt zuckerzahm. Wahrscheinlich finde sie Umzüge auch nicht besonders lustig. Ich habe ihnen versprochen, dass wir so etwas auch nicht wieder tun werden. 


Über die nächsten zwei Jahre, werde ich die umgebauten Zargen bei der Winterreinigung  gegen Zargen meines eigenen Maßes ersetzen und dann hat das Chaos ein Ende - hoffe ich ;-)